Sonntag, 10. Mai 2015

!...




Nichts bleibt
Tage kommen und gehen
alles bleibt wie es ist
Nichts bleibt wie es ist
es zerbricht wie Porzellan
Du bemühst dich
die Scherben zu kleben
zu einem Gefäß
und weinst
weil es nicht glückt

Rose Ausländer: Ich höre das Herz des Oleanders. Gedichte 1977-1979, 1984)


eine nicht glückliche Mutter-Tochterbeziehung neigt sich
wir hatten uns schon vor Jahren verloren,
der Dialog unmöglich,
jetzt wird es endlich
und schmerzt
dennoch...



Kommentare:

Astrid Ka hat gesagt…

Ach Frau Rotkraut....was soll, was kann ich da sagen...? Ich denke, empfinde mit. Das Gedicht ist ganz wunderbar, gut gewählt. Das Foto der Clematis montana zauberhaft.
Was bleibt: Gute Momente sammeln!
Herzlichst
Astrid

Claudia Holunder hat gesagt…

MITgefühl.
Beklommenheit.
BeTROFFENheit.
Unerwartet.
Die Hoffnung geht zuletzt.

Claudiagruß

Gabi hat gesagt…

DasGedicht es passt so gut
Mein Mitgefühl!!
Ich kann es gut fühlen, habe ich doch solch"Verhältnis" zu meiner Mutter
Liebe Grüße Gabi

Elke hat gesagt…

Von mir ganz liebe Grüsse und die Anmerkung, dass es solch traurige Beziehungen in jeder Familie gibt. Es wird nur meistens nicht erzählt. Ich habe das gleiche Problem mit meinem Sohn, von dem ich seit Jahren nicht mehr spreche, weil ich mir erfolglos einrede, je weniger man ihn erwähnt, desto weniger weh tut es. Illusion! Und ich finde am allerschlimmsten, wenn man keine Grund für das unerfreuliche Verhältnis weiß. Ich schicke ganz herzliche Grüsse an die Chefin meines Lieblingsblogs - Elke

Frische Brise hat gesagt…

Ich denke an Dich.

siebenVORsieben hat gesagt…

Ich fühle mit!
Herzliche Grüße
Jutta

Anonym hat gesagt…

Ja auch ich fühle mit und bin verbunden.
Liebe Grüße dalasse.
Winke, die Trude.

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Rotkraut,
auch mir geht es mit meinem Sohn so wie Ihnen; mir tut es sehr weh wie es ist, wollte ich doch immer eine (halbwegs) harmonische Familie...nun habe ich meine Ideale begraben....
Liebe Grüße
Hille

Anonym hat gesagt…

Hallo. Ich musste leider erst durch meine persönliche Hölle gehen um zu sehen wie gut es ist eine Mama zu haben. Ich drücke die Daumen das es wieder wird. GLG Daniela

Anonym hat gesagt…

Hallo, liebes Rotkraut,

ich bin eine stille, aber keineswegs eine weniger interessierte Leserin Ihres zauberhaften Blogs. Es stimmt, es tut unglaublich weh. Mir geht es mit meiner Mutter mein ganzes Leben so, immer wieder gab es Annäherungen; dünn wie Eierschalen, jedes Wort abwägend, nie vollends vertrauend, nie im ganzen sicher, endlich geliebt zu werden. Bis heute haben wir es nicht geschafft und leben nun unser Leben getrennt. Die Erkenntnis ist bitter, das tatsächliche Warum wird uns immer begleiten, wen nun mehr, bleibt offen. Warum es nicht geschafft wird, gemeinsam den Weg zu gehen, wird ein Rätsel bleiben, beide Seiten tragen ihren Anteil am Scheitern, das ist sicher. Lassen Sie los und geben Sie sich nicht allein die Schuld daran. Es soll nicht sein und an den Reaktionen sehen Sie, es geht vielen so. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie Sie sich fühlen. Was gäbe ich darum, wenn meine Mutter dies nur einmal so gesagt hätte ... Aus der Ferne sende ich ganz zarte, mitfühlende, beruhigende Wellen. Puste ein wenig in Richtung Ihres Herzens und Ihrer Stirn und hoffe, der Druck löst sich ein wenig.

Christine aus Schleswig-Holstein